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- Informationen (1)
Willkommen in Westerholte
Westerholte - wo und was ist das denn?
1188 Westerholte. Der Name weist auf Holzreichtum hin. Die Meyerhöfe zu Starten und Westerholte, beide 1240 bischöfliche Wirtschaftshöfe, die unter dem Haupthofe zu Rüssel standen, sollen durch Rodung in fränkischer Zeit in diesem Waldgürtel, der Ankum nach Süden hin in großem Bogen umgab, entstanden sein. Doch muss diese Annahme fraglich erscheinen, da wir für die altsächsische Periode diese Sitze einfach nicht entbehren können, wenn wir die altsächsischen Edelsitze überhaupt unterbringen wollen. Das Gebiet dieser Gemeinde ist das geschichtlich reichste, welches wir kennen, birgt es doch das berühmte Giersfeld, eines der größten Sehenswürdigkeiten unseres Landes, wie Guthe sagt (Lande Braunschweig und Hannover, Seite 678) und diese gewaltigen Steindenkmäler unserer Altvorderen weisen mit Sicherheit darauf hin, dass hier lange vor unserer Zeitrechnung eine zahlreiche Bevölkerung schon gesessen haben muss, so dass das Vorhandensein der genannten Sitze (Starten und Westerholte) in sehr früher Zeit fast zur Gewissheit wird.
Das in dem zu Westerholte gehörende Grovern liegende Giersfeld mit seinen 8 kolossalen Steinkreisen macht die vorchristliche Bedeutsamkeit dieser Gegend unzweifelhaft. Denn nur ein Nationalheiligtum konnte einen solchen Aufwand möglich machen, welcher hier nahe an vierhundert Granitblöcke von 6 bis 12 Fuß Länge und 4 - 8 Fuß Breite zu den Steinkreisen zusammentrug. Der Name Giersfeld wird von dem althebräisch chirib, englisch gyre, lat. ghrus, Kreis, Umkreis herzuleiten sein und bedeutet entweder das Feld der (Stein)kreise oder das von Steinmonumenten umgürtete Feld. 1850 wurden noch 42 Decksteine und 172 Kreissteine und Träger gezählt (Mitteilungsblatt Osnabrück 1870, S. 285). Die Gesamtzahl aller Steine für die 8 Denkmäler ist im Jahre 1841 auf 50 Decksteine und 329 Träger und Umfassungssteine berechnet worden (Meyer, Provinz Hannover, S. 1042). Weiter heißt es:”Es sind 8 steinernde Denkmäler, sämtlich Hühnenbetten der größten Art. Sie liegen in zwei Gruppen, jede von 4 Denkmälern, auf zwei kleinen Heidhügeln. Jedes der 8 Denkmäler war ursprünglich ein geschlossener Steinkreis, innerhalb dessen sich eine bedeutende Menge (in einem Falle 16) Gräber befanden. Die größte Steinsetzung ist 36,5 Meter lang und 3,5 Meter in der Mitte breit. Die 16 Gräber, sämtlich mit Decksteinen auf Trägern, sind noch wohl erhalten.” (Guthe, 1888, S. 678.) Auch die Sage vom Alkenkrug spielt hier. Das feurige Rad nahm einst hier seinen Lauf und endigte auf dem Hofe des Bauern Grumfeld, der im Besitze des schönsten Hühnenbettes war.
Auch die Erklärung des Namens Grovern (1150 Groveren) “bei den Gruben”, wo der Mensch der Vorzeit das Wild in Gruben fing, weißt hier die früheste Besiedelung nach. Die vier Vollerben, die diesen Bauernschaftsteil ausmachen, liegen geräumig nebeneinander. Der Hof von Werm zu Grovern, war einst ein Rittersitz der Familie von Grovern.
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